Wichtiges Signal der Alpin-Damen Martin Ertl
Die Ski Alpin-Kolumne von Martina Ertl

Wichtiges Signal der Alpin-Damen

Die jüngsten Ergebnisse im Slalom aus Schladming stimmen mich für die deutsche Damennationalmannschaft sehr zuversichtlich, was die Olympischen Spiele anbelangt.
Allen voran ist Lena Dürr Achtung zu zollen. Podestplätze hatte sie ja bereits in dieser Saison eingefahren, aber die Ergebnisse von Schladming sind meiner Meinung nach nicht hoch genug zu bewerten. Im Gegensatz zum Gelände und der Kursführung war und ist die Planai in Schladming einfach ein anderes Kaliber. Auf dieser schwierigen Piste sich einen Podestplatz zu erkämpfen, ist mehr als nur ein Silberstreif am Horizont, sondern eine Kampfansage, in Peking bei den Olympischen Spielen bei der Medaillenvergabe im Damenslalom ein Wort mitreden zu wollen und auch zu können.

Ebenso freut es mich, dass sich die Junge Emma Aicher das Ticket nach China nun auch ziehen konnte, nachdem sie bereits die „halbe“ Qualifikation eingefahren hatte. Sie hat es geschafft, sich den Druck, der mit der Qualifikationsanforderung für die Spiele auf ihr lastete, zu nehmen und den Ski laufen zu lassen. Die erst 18jährige verfügt über ein gutes Talent und ich wünsche dem Deutschen Skiverband eine gute Hand in ihrer Förderung; sie hat trotz ihrer Jugend schon eine ausgereifte Technik und auch die mentale Disposition für den Slalom. Man muss ihr einfach Zeit geben, sich letztlich an die Verhältnisse im Weltcup zu gewöhnen; ein schwieriges Gelände, vereiste Hänge, raffinierte Slalomführungen, das sind die Anforderungen in der Champions League der alpinen Damen, auf die man sich einzustellen hat. Auf jeden Fall haben wir in Peking eine interessante Tandemlösung, die für Ausrufezeichen gut ist.

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Neben unseren Slalomspezialistinnen Lena und Emma ist bisher nur unsere Speed-Queen Kira Weidle für die Olympischen Spiele qualifiziert. Nachdem fast alle Slaloms dieser Saison abgearbeitet sind, rückt für alle am nächsten Wochenende das schnellere Genre in den Blickpunkt. Für das deutsche Team wäre es schön, wenn Kira wie Lena noch eine Begleiterin in den olympischen Wettbewerben hätte. Es gilt also, die Daumen zu drücken.

Viele Grüße
Martina Ertl

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